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Frühjahrsproduktion 2005
Woyzeck von Georg Büchner 1813-1837

Dieses Drama Büchners, das, viele Jahrzehnte nach seinem Tod erschien, erst 1913 in München uraufgeführt werden konnte, ist ein aufwühlendes, dichterisch überzeugendes soziales Drama, ein Werk, dem Hauptmann und Wedekind zutiefst verpflichtet sind. Mit „Woyzeck“ beginnt in der deutschen Bühnenliteratur das Moderne Drama.

Zeit: erste Hälfte des 19. Jahrhunderts. Dem armen Füsilier Woyzeck wird von seinem Hauptmann, den er gerade rasiert, vorgeworfen, dass er ein uneheliches Kind habe. Gegen Bezahlung muss sich Woyzeck dem Doktor zu medizinischen Experimenten verdingen, die dieser seinen Studenten vorführt. Marie, der Mutter seines Kindes, gehört seine ganze dumpfe Liebe. Abergläubisch und von der Furcht vor Geistern geplagt, erzählt er ihr und seinem Freund Andres von beängstigenden Erscheinungen. Marie hat aber in der Zirkusbude den Tambourmajor, einen Kerl wie ein Löwe, gesehen. Sie betrügt Woyzeck mit ihm und lässt sich mit Ohrringen beschenken. Trotzdem nimmt sie von Woyzeck dessen ganze Löhnung in Empfang. Der Hauptmann warnt Woyzeck, der Tambourmajor habe seine Marie geküsst. Außer sich stürzt sich der Betrogene auf Marie, die alles zugibt, doch einen Misshandlung mit den Worten abwehrt: „ Lieber ein Messer in den Leib!“ Dieses Wort „Messer“ wird Woyzeck nicht mehr los. Er träumt davon, besonders nachdem er Marie mit dem Tambourmajor tanzen sah. Als dieser sich vor Andres rühmt, was für ein „prächtiges Weibsbild“ seine neue Geliebte sei, denk Woyzeck nur noch an den Mord und kauft bei einem Juden ein Messer. Marie, von Reue und Verzweiflung gepackt, bangt um ihr von dem Vater verlassenes Kind. In der Kaserne verteilt Woyzeck seine Habe. Dann stößt er Marie auf einem Waldweg am Teich das Messer in die Brust. Nach der Tat geht er zum Tanz. Schließlich fällt ihm ein, dass er das Messer liegen ließ. Er geht zurück, wirft das Mordinstrument ins Wasser. Doch beim Abwaschen des Blutes versinkt er selbst.

Regie: Petra Kixmöller

Masken: Almut Ellinghaus

Es spielen: Jason Tsironis, Jennifer Budkewitsch, Caroline Ammann, Peter Probst, Jean Francois Boivin, Janis Meng, Anna Berlin, Andreas Rainer, Birgit Koch.

Aufführungen:
7.Mai 20:00
8.Mai 14:00 Matinée
9.10. und 11.Mai 20 :00

Goethe Institut Montreal (Theater) Tel.Nr. 514 499 0159
418 Sherbrooke East
Metro Sherbrooke St. oder Bus 24
Parkmöglichkeiten im Holiday Inn Sherbrooke Ecke Berrie

Vorverkauf ab 14:00 – Eintrittspreis $ 20.00